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Der Schrofenhof

Schrofenhof

Ein Streifzug durch die Pitztaler Geschichte

Der erste urkundliche Beleg eines Hofes am Schrofen stammt aus dem April 1265. Im Haus des Zimmermanns Hartmann in Imst schlossen Konrad von Starkenberg und Heinrich Hirschberg vor Zeugen ein Tauschgeschäft ab. Dabei übergab Konrad unter anderem „meinen Hof zu Schrofen im Pitztal“ („min höfh ze scruffen in puzzental“).

Die Urkunde ist gleich in zweifacher Hinsicht bedeutend: Sie enthält die erste Erwähnung eines Hofes am Schrofen und zugleich die älteste bekannte Nennung des Pitztals. Die Starkenberger gehörten zu den einflussreichsten Grundbesitzerfamilien des spätmittelalterlichen Tirols.

Schrofenhof

Einblicke in das Leben am traditionellen Bergbauernhof

Am Schrofenhof erleben Besucher hautnah, wie das Leben auf einem traditionellen Bergbauernhof in Tirol aussieht. Umgeben von Wiesen, Wäldern und Bergen wird hier seit Generationen Landwirtschaft im Einklang mit der Natur betrieben.

Der Hof vermittelt anschaulich den bäuerlichen Alltag, von der Pflege der Tiere bis zur Bewirtschaftung der Felder. Dabei wird deutlich, wie viel Wissen, Handarbeit und Leidenschaft in dieser Lebensweise steckt.

Gäste erhalten spannende Einblicke in alte Traditionen und nachhaltige Arbeitsweisen, die bis heute bewahrt werden. So wird der Schrofenhof zu einem Ort, an dem Geschichte und Gegenwart der alpinen Landwirtschaft lebendig werden.

Josef Schöpf

Geburtsort von Josef Schöpf

Josef Schöpf (1886–1915) aus St. Leonhard im Pitztal zählt zu den bedeutenden frühen Fotografen der Region. Mit einfachen Mitteln schuf er eindrucksvolle Aufnahmen, die Menschen, Landschaft und Alltag im Pitztal zu Beginn des 20. Jahrhunderts authentisch festhalten.

Seine Fotografien vereinen künstlerischen Anspruch mit volkskundlichem Wert und dokumentieren eine Zeit des Wandels, ohne die traditionellen Lebensweisen aus dem Blick zu verlieren. Obwohl Schöpf 1915 im Ersten Weltkrieg fiel, gilt sein Werk heute als bedeutendes visuelles Gedächtnis des Pitztals.